Dienstag, 25. Februar 2014

Freitag, 21. Februar 2014

Gaga

Ich bin in der glücklichen Lage, daß ich Morgens und Abends nicht zu den üblichen Stoßzeiten in den Straßenverkehr muß. Morgens muß ich später los als der Rest, Abends komme ich auch später zurück. Somit habe ich mit dem Verkehrschaos nicht so viel zu schaffen.
Tschja, diese Woche war das anders.
Ich mußte aus terminlichen Gründen zu der Zeit das Haus verlassen, wo alle anderen auch diesem Umstand fröhnen.
Ich habe mich auf meinen betagten Drahtesel geschwungen und bin los zur weiter entfernten Garage. Mein Weg führte mich vorbei an der örtlichen Grundschule, welche ich auch vor ein paar Jahrzehnten noch selber besuchen mußte.
Dort herrschte offenbar gerade Krieg.

Der Krieg der SUV.

SUV - die Seuche für jeden der Benzin im Blut hat.
Die Netzhautpeitsche für jedes Individuum mit Stilemfinden.
Das Fremdschahmgefühl auf vier Rädern.
Die Allzweckwaffe des Minderbemittelten.
Diese Dinger wahren bis an die Zähne bewaffnet mit gehirntoten Müttern die ihre Blagen möglichst "sicher" zur mordsgefährlichen Schule bringen mussten. Eine unfassbar kriminelle Mischung.
Das die mit ihrer absolut gemeingefährlichen Fahrweise der Grund für die Gefahr der Kurzen sind, ist denen im Traum nicht klar. Denen fehlt was dafür in der Rübe.
Die spinnen ja komplett!

Ich habe noch keine Kinder, dewegen war mir dieses Verhalten bisher fremd, da ich mit Grundschulen nix mehr zu tun habe.
Als ich noch in dem Alter war um auf diese Schule zu gehen, sind wir alle damals zu Fuß dort hingegangen.
Dies wäre heute wohl ein tödliches Unterfangen, denn die besorgten Mutterschiffe sorgen mit menschenverachtender Gleichgültigkeit dafür, daß ihre eigene Brut schön pünktlich und sicher zum Öko-unterricht gelangt - und sei es über die Leichen der anderen.
Ein Drecksverhalten vor dem Herren.

Man sollte ihnen die Beine brechen.

Meine Fresse, nicht zu fassen.




Krönchen


Donnerstag, 13. Februar 2014

Schno

Da der diesjährige Winter sich hartnäckig dagegen wehrt aufzutauchen (bei uns hier zumindestens), stelle ich ein paar Bilder von weißeren Tagen ein.
Ich mag den Winter.
Gut, den Blödsinn mit dem Salz jetzt nicht so wirklich, aber das andere weiße Zeug finde ich supi.
Geht nicht jedem so, ich weiß.
Aber ich liebe es über verschneite Straßen zu fahren; Frost zu haben; Glätte die alle Sinne fordert; Handschuhe die sich um dürre Bakelitlenkräder krallen; ein Becher heißen Tee/Kaffee zwischen die Beine geklemmt; im Schneetreiben im Schleichgang durch die Nacht nach Hause zu fahren, wärend das Licht der Scheinwerfer wie zwei Finger durch die Flocken zittern; der Atem der an der Frontscheibe zu Eis gefriert, alle Geräusche die das Auto von sich gibt, klingen als wäre um alles eine Decke gelegt...

Bringt aber alles nur in einer alten Karre was.
In so einer neuen Wanze merkt man ja noch nicht mal, daß man lebt....

Also: Fahrt eure Altautos jeden Tag!
Nutzt sie wie eure Ahnen. Verschwendet eure kurze Lebenszeit nicht mit diesem modernen Spermüll.





















Dienstag, 4. Februar 2014

Gleitreibung

Gestern morgen habe ich mich in aller Früh aufgemacht, um einem Freund in seiner Halle zur Hand zu gehen. Mangels greifbaren vierrädrigen Untersatzes, beschloß ich mit dem Krad zu fahren. Die Wahl viel diesmal auf den Wetzhobel aus Japan, da dieser die angepeilte Distanz fast in der hälfte der Zeit hinter sich bringt, als mein braves Starrahmenmuli.
Und die Zeit war knapp bemessen.
Kurz vor Sonnenaufgang bestieg ich die Yamaha und dachte mir noch: "Ui, das ist aber schattig!"
Hmmm, Raureif auf den Autos und den Pflanzen..... mal lieber etwas vorsichtiger fahren.

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, daß meine innere Stimme - die vernunftbegabte von den vielen - schon beim ersten Schritt ins frostige Freie gesagt hat, daß ich mit einem Auto fahren solle. Da keines da ist, sollte ich entweder garnicht, oder zumindestens mit der Zündapp fahren. Denn die läßt sich bei wiedrigen Straßenverhältnissen sehr gut beherrschen, ich bin mit ihr durch jahrelange Alltagsfahrten quasi verwachsen und somit etwas sicherer unterwegs.
Aber was weiß meine innere Stimme schon? Der Höhlenmensch in mir hatte sich schon fest vorgenommen, flott am Ziel zu sein - und das geht mit der Zündapp nunmal nicht. Außerdem hätte ich dafür früher das Haus verlassen müssen. Und so schlimm wird es schon nicht werden. Der Höhlenmensch in mir säuft sich auch gerne was schön...

Tschja, was soll ich sagen? Es wurde eine arschkalte und ziemlich haarige Fahrt, denn auf dem Land war es natürlich bedeutend kälter (nicht das ich das nicht geahnt hätte...) und die Straßen waren teilweise ordentlich vereist. Ich habe mich nicht hingelegt, aber es war doch....sagen wir mal spannend oder idiotisch, jeh nach Standpunkt.
Von allen Widrigkeiten einmal abgesehen, war es aber auch eines: Wunderschön. Kein Verkehr, malerische Landschaften und Lichtverhältnisse.
Das war es Wert.
Vor Ort - ich war wiedererwartend pünktlich - gab es dann erstmal ein ausgiebiges Frühstück mit heißem Kaffee. Danach haben wir dann in ein paar Stunden erfolgreich einen Holzboden verlegt und uns selber aplaudiert.
Fertig.
Die Rückfahrt war ereignislos: dunkel, trocken, Temperaturen gut im Plusbereich. Ich war schnell zuhause.