Samstag, 28. Februar 2015

Samstag

Heute lag außnahmsweise hinter den 7 Bergen kein Schnee und ich hatte etwas Zeit über.
Das Boot bissel über die völlig leeren(!) Straßen bewegt, Einkaufen gewesen, getankt und mal geguckt ob wärend der letzten zwo Monate rumstehen irgendwat kapott gegangen ist. Außer Blinkverweigerung - nach dem rütteln an der Sicherung behoben - nix zu vermelden.




Danach beim Freund in der Nachbarhalle geholfen, seine neue Auspuffanlage provisorisch anzubringen.
Paßte auch fast gut. Dauert wohl nicht mehr lange bis der Wagen läuft.



Mittwoch, 18. Februar 2015


Die andere Seite

Neulich hänge ich im Motorraum vom Cherokee und betrachte das Leck im Kühler, als mich mein Nachbar im vorbeigehen mit einem flapsig zugeworfenen Satz aus meinen an den Kühler gerichteten Verwünschungen reißt: " Na, wieder an `ner alten Karre am schrauben? Oh Mann, warum tust du dir das nur immer wieder an? Höhö... "
Als erstes dachte ich nicht das übliche dumme Sau - welches mir bei meinem Saab "Bio Power" fahrenden Nachbarn auffallend häufig einfällt - sondern: Hä? Wieso alt? Die Karre ist nicht alt. Der hat Teufelszeug wie Einspritzer und Kat und so. Meine anderen Eimer sind alt, aber der doch nicht.
Tschja, aber offensichtlich für jeden anderen ist er das.
Ja gut, Baujahr 88 ist jetzt nicht mehr taufrisch, die Konstruktion ist aus den späten 70ern und das eckige Äußere ist - wenn ich so die Straße hoch und runter sehe - doch ordentlich aus der Mode.

Mein entbehrlicher Nachbar war mittlerweile weitergedackelt, da er es gewohnt ist das ich ihn wegignoriere.
Aber wieso tue ich mir hier eigentlich was an? Ich tue mir garnix an!
Mit so einer modernen in Kunstoff gepressten Nullaussage würde ich mir was antuen. Hergott, da wäre sogar eine Fahrt in den Urlaub ein Alptraum. Da kann man es garnicht erwarten wieder auszusteigen. Vielleicht rasen die deshalb so in ihren neuen Kasperkisten. "Schnell ans Ziel bevor ich Hirntot bin". Die nackte Angst dem Stumpfsinn zu verfallen.
Hmmm, obwohl man ja schon stumpf sein muß um sich so einen Leasingalptraum mit Werkstattknebelvertrag aufschwatzen zu lassen. Mit so tooollen Erungenschaften wie dem Einparkassistenten, damit der geneigte Bettnässer sein überfettes Kackmobil auch schön überall reinbekommt. Dies ist wiederrum aber vielleicht doch nicht so verkehrt, da die Leute ja so wüst parken, daß man meinen könnte, sie seien alle sturtzbetrunken - oder dumm.
Zumindestens ist es aus meiner Sicht ein hochnotpeinliches Zubehör, dessen Besitz man tunlichst nicht kund tuen sollte.
Gilt einparken unter Fahrzeuglenkern doch noch immer als Zeugnis kühnster Fahrzeugbeherrschung.

Moderne Autos kann ich mir nur unter Schmerzen ansehen. Rausschauen muß ähnlich qualvoll sein.
Innen Plastikgebirge und kein Platz sowie keine Rundumsicht. Deshalb sind auch X-Kameras drinne, denn man sieht nix nach draußen. Und macht man beim zurücksetzen die Türe auf um nach hinten zu schauen, bleiben diese Mistviecher einfach stehen - wegen Sicherheit und so (so einem Szenario durfte ich live und in Farbe beiwohnen).

Bevormundende Überwachungsmatrix die schlimmer ist als Mutti - weswegen sog. Helikoptereltern vermutlich auf solche Stasiautos abfahren.
Generation Vollkasko.
Verstopfen morgens mit ihren 17 Zoll beräderten Monstrositäten sämtliche Straßen vor den Grundschulen, danach wird mit 80 durch die Stadt gekachelt (mit Smartphone an der hohlen Rübe - für die Freisprecheinrichtung hat es offenbar nicht gelangt) um feini Ökogemüse beim Spezialspezialspezialökohändler zu besorgen - wegen der Umwelt und so.
Also eigentlich wegen dem eigenen grünen Gewissen.
Dieses ist nämlich sehr selektiv. Wenn der Bionazi nämlich doch keine Zwiebeln über hat (soll im Winter vorkommen), dann tuen es die Zwiebeln aus dem Supermarkt halt auch. Das die dann mit dem Containerschiff aus Neuseeland hierher geschippert wurden, tja nu.

Wer hätte vor 20 Jahren einen 2,4 Tonnen schweren Geländewagenfake, mit dem die Mutti einkaufen fährt, als "Öko" bezeichnet?
Nur weil das Gelump `nen Partikelfilter hat?
Das sind im übrigen die putzigen Dinger, die auf der Autobahn oder der Landstraße von der Bordelektronik ab und an freigeblasen werden, damit sie nicht verstopfen. Jeder kennt diese dichten, schwarzen Rußwolken die ohne ersichtlichen Grund auf einmal ausgestoßen werden, sieht aus wie bei den Diesel-LKW´s aus den 70ern.
Hauptsache in den Umweltzonen sauber, nech?

Das ist alles so grunddämlich.

Autos die vortäuschen als seien sie Geländewagen, Chrom das aus Plastik ist, 50 shades of metallicgrey als nahezu einzige Farbalternative, unmotiviert zusammendesignete Crossoverminivansportwagen (???), möchtegern Hardtop Coupe´s mit B-Säule (schön hinter serienmäßig schwarzen Scheiben versteckt, weil peinlich und so. Achtet mal drauf!), New Mini fahrende Hipsterkastraten die sich darüber begatten das ihre peinliche Werberwanze nun satte 4 Türen hat. Boar super, ey! Whats next? NewMini Minivan? Amazing.
Alles riesig ohne groß zu sein, alles auf möchtegern Sport oder Offroad getrimmt und immer "cool", egal wie doof die Gurke ist. Trotzdem auf den ersten Blick als Trümmertranse zu erkennen - besonders am Klang. So ein verhärmter Turbodiesel ist das i-Tüpfelchen auf dem Armutszeugnis. Aber aktuelle Benziner klingen ja auch nach nix.
Es ist zum weglaufen.
Man muß sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: vor einigen Jahren noch, wurde sich darüber ernsthaft aufgeregt, das die neue S-Klasse (W140) mit um die 2 Tonnen zu schwer, zu protzig und anstößig sei - etwas, was nahezu jedem US-Car Fahrer zu jeder Zeit entgegengetrötet wurde und wird - aber jeder Kack Golf bringt mittlerweile schon fast schlappe 1,5 Tonnen auf die Waage. Die ganzen Mittelklassekombis sind an die 2 Tonnen schwer und die SUV-Seuche ist zu breit für verengte Baustellenfahrbahnen auf der Autobahn.
Geil, oder?
Wo mich gerade der Ekel peitscht: Welcher aktuelle Benz/BMW/Audi ist eigentlich unprollig? Die sind mittlerweile Asi ab Werk.
Kein Wunder das D&W pleite gegangen ist...

Ganz ehrlich, es würde mich in tiefe Depressionen stürzen, wenn ich so einen Kaugummiautomaten auch noch betanken müßte! Das müssen körperliche Schmerzen sein.
Geld welches man verdient ist ja eigentlich grob gesehen ein Gegenwert für Lebenszeit. Diese Lebenszeit in Form von Benzin ( oder gar Diesel *würg*) in den Tank einer solch grausamst langweiligen und behinderten Leasingwanze zu stecken um damit täglich im Stau zu stehen und dahinzugammeln. Jeder Liter der so emotionslos verraucht, jede Minute in so einem Bürgerkäfig...das wäre Folter - für mich zumindestens.

Deshalb tue ich mir das nicht an.

Deshalb hocke ich lieber in den ollen Kisten. Lenken wie ich das will, bremsen wie ich das will, machen das Licht an wenn ich das will, der Motor bleibt an solange ich das will, ichwerdenichtvollgequatschtwennichmichnichtanschnalledieFensterkannichwärendder FahrtruntermachenohneimohrenbetäubendenSturmzukauernbeimparkenpiebtnixsondernesknirschtimschlimmstenFalle
wennichzuvielGasgebedrehendieRäderdurchichkommevonderStraßeabwennichnichtvernünftigbinnahtsistmitDunkelheitzurechnen
meinAutomachtauchohnesoundsystemundAppwahnsinntierischSpaßwennachwiegutdasniemandweiß....







Dienstag, 17. Februar 2015

Winterreifen

Mit Sperre dreht es doch schön gleichmäßig. 
Mehr gibt´s aber nicht. Ich brauche die Winterreifen noch.







Das Grauen kehrt zurück

Das Spochtqoupe´aus Japanesien, welches von meiner besser nölenden Hälfte beherrscht wird, mußte einer Blechreperatur unterzogen werden.
Kommt bei einem ollen Auto nunmal vor. Hier hat dies aber ein Geschmäckle, denn der Wagen wurde vor gut zwei Jahren rundum geschweißt und lackiert.
Aufgrund (damaliger) diverser zeitlicher und räumlicher Defizite wurde dies in fremde Hände gegeben.
Nun ja, machen wir es kurz: Es wurde nicht so gearbeitet wie besprochen, auch der (großzügig) gesteckte Zeitramen wurde weit überzogen und es wurde offenbar recht hastig gegen Ende. Die Lackierung war echt ok, aber man ließ sich wohl nicht soviel Zeit für die Vorarbeiten...
Man ging sehr unschön auseinander.

Letzten Sommer haben wir dem Wagen eine Kur mit Mike Sander´s Hohlraumversiegelung angedeihen lassen. Tjaaa und dabei haben wir auch gesehen, das bei den ausgeführten Sch(w)eißarbeiten doch diverse Stellen nicht gemacht, bzw übertüncht wurden. Ohje, daß war natürlich blöd.

Mittlerweile haben wir Zeit und Raum um einige Stellen zu behandeln. Und es war zudem eine gute Gelegenheit, um den Karnevalsgrauen zu entgehen.
Aber wie es immer so ist: es kommt schlimmer als man denkt. Die gesamten Innenschweller waren verrottet.
Der Außenschweller war soweit noch recht gut und wurde mit ein paar Flicken zugemacht - welche überspachtelt wurden. Nun ja, doof war allerdings das auch kleinere Löcher und malade Stellen überspachtelt wurden. Im Untergeschoß zu schweißen ist nunmal nicht so angenehm und man hat sich diese mühsame Arbeit einfach gespart.
Also hieß es hier erstmal saubermachen, entspachteln, entrosten und die uralten TÜVgerechten Horrornotflicken und Dichtmasseorgien aus grauer Vorzeit zu entfernen. Meine Fresse, daß sah aus wie fußgemalt.
Man möchte natürlich über die diversen Vorbesitzer fluchen und ihnen tausend Kamelflöhe an den Arsch wünschen, aaaaber man muß es mal so sehen: ohne diese Behelfsreparaturen wäre dieses Auto schon lange nicht mehr da.

Es war eine Schweinearbeit: alte Bleche und Rostfragmente raus, blank machen, gerade kloppen, Bleche zuschneiden und biegen, abkanten, säuber, entfetten und anpassen. Manche Bleche sind dann doch dünner als gedacht und man muß noch `nen Meter mehr wegschneiden, daß Fett läuft durch die Hitze beim Flexen und Schweißen überall raus, alles klebt und schmiert und vorallem: brennt!
Klamotten, Handschuhe, Werkzeuge. Alles ist voller Dreck der am Fett klebt.
Schweißen wird zum brutzel und das heiße Fett in Verbindung mit den Gluttropfen spratzt über einen drüber - ein Traum.
Erstaunlicherweise werden die Schweißpunkte trotzdem gut. Versiegelt sind die Falze jetzt aber auch auf ewig.
Das Fett hat alles sehr erschwert - so gut es seiner Aufgabe auch nachkommt. Dies konnte man beim Blick in die Schweller sehen. Es war überall. Aber wir haten uns auch an den Rat von Dipl.ing. Sander gehalten und nicht zuviel Fett genommen. Viel hilft in diesem Falle nicht viel. Es soll ja nur ein dicker Film sein, damit es bei normalen Sommertemperaturen auch schön in den Hohlräumen wandern kann. Wenn man die Schweller mit literweise Fett vollballert, dann bewegt sich janix mehr.

Aber gut, wir sind nicht fertig geworden und müßen demnächst das Werk vollbringen.



Hmmm...Löcher und Flicken...


Kurz mit dem Hammer drann und "Plopp" - alles weg
 
 


Flicken über einem Flicken über einem...


So, die Wagenheberaufnahme kam weg, als der offene Rest stabilisiert war.




Fahrerseite ist nicht viel schöner. Auch hier hat der Hammer ein leichtes Spiel...



Ein skeptischer Blick auf das Wagenheberaufnahmegeschwür...









Okinol Rost, diverse TÜVbratbleche, U-Schutz, nutzlose Dichtschmiere und viele Jahre Alltag ergeben einen Kessel Buntes. Prost



 







































Vom Neuen nix Gutes

Der hier abgebildete Elfer eines Freundes sollte neu Sättel erhalten, da die alten spontane Klammerneigung an den Tag legten. Es wurden auch wunderbare aussehnde Austauschsättel von ATE besorgt damit man was ordentliches hat. Beim Ausbau der alten Sättel - welche sich erstaunlich gut demontieren ließen - viel auf, daß keine Bremsflüssigkeit aus den Leitungen kam. Nanu?
Ein Blick in den Ausgleichsbehälter offenbarte gähnende Leere!
Auweia, dabei war der Wagen erst kürzlich in einer Werkstatt, wo der HBZ getauscht wurde (die Sättel waren zu dem Zeitpunkt noch nicht da).
Hmm, haben die etwa vergessen den aufzufüllen?
Unwahrscheinlich, da der Wagen ja danach noch gefahren wurde.

Nachdem die neuen Sättel montiert waren, wurde Bremsflüssigkeit eingefüllt und nach Leckagen gesucht.
Tja, deren gab es so einige. Die (neue) Zuleitung vom Flüssigkeitsbehälter zum (neuen) HBZ leckte wie blöd und die Flüssigkeit sammelte sich im wannenartigen Blech darunter. Und zu allem Überfluß war auch der flammneue Sattel auf der Beifahrerseite völlig undicht! Dort lief es auch lustig neben den Belägen heraus.
Nun, wir waren erstmal bedient, und haben diese Geschichte auf die Ankunft weiterer neuer Neuteile vertagt und an was anderem geschraubt.





Als Sahnehäubchen oben drauf gab es auch noch satte Startschwierigkeiten von seiner Exkremenz aus Zuffenhausen.



Montag, 9. Februar 2015


via:hier

Kraftfutter

Wieder ein bissel Schrauberhilfe geleistet.
Und nu hat das nächste Pony ein kräftiges Herz erhalten. Wurde als V8 ausgeliefert, dann auf Reihensechser umgerüstet (?) und nun gibt es halt wieder acht Brennkammern im Bug.









Dienstag, 3. Februar 2015

"Als der Südwesten fahren lernte"

 Hier ist ein nettes Filmchen mit vielem Bildmaterial aus den 50/60/70er Jahren:

 http://swrmediathek.de/player.htm?show=8d404830-9a57-11e4-abd3-0026b975f2e6

Aus der Beschreibung:

"Als der Südwesten fahren lernte" schildert das Leben auf und neben dem Asphalt in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg von A wie Alkohol über F wie Führerschein, P wie Politesse bis hin zum Z wie Zebrastreifen. Der Film tut es auf liebevolle, augenzwinkernde Art, mit dem Wissen des 21. Jahrhunderts und dem Staunen darüber, dass damals so vieles unvorstellbar war, was heute selbstverständlich ist.


Sonntag, 1. Februar 2015

Schno

Ah, sehr schön. Endlich Schnee - naja, zumindestes solange, bis die Räumfahrzeuge alles unter eine zentimeterdicken Schicht Salz ersticken. Muß ja wech das gute Steuergeld, nech?