Samstag, 30. Januar 2016

Gut Holz

Ich habe echt lange überlegt womit ich die Fensterschlüssel behandeln soll. Sie sind bei meinem Modell aus Holz und waren ursprünglich mit Glanzlack versiegelt. Nun, dieser ist schon lange verwittert und das Holz folgt ihm strammen Schrittes.
Sieht super aus und ist völlig stimmig mit dem Rest des Wagens aaber leider dürfte dies dem Verfall natürlich Tür und Tor öffnen, sobald der harte Alltag Einzug hält.
Also was tun?
Abschleifen und neuen Lack druff? Nee, daß wäre sicherlich schön, aber viel zu neuwertig. Also muß es irgendwie versiegelt werden. Mein erster Gedanke war, es mit Bienenwachs zu versuchen. Aber damit wäre keine Tiefenwirkung zu erzielen. Denn das Holz ist sowas von vertrocknet und ausgeblichen, da muß ein bissel Pflege ran. Aber es soll halt nicht zu toll ausschaue.
Also blieb meines Erachtens nur noch eine Behandlung mit Oel übrig.
Meine Wahl viel auf reines, rohes Leinoel. Also keinen Leinoelfirnis!
Zieht sauber ein, frischt das Holz leicht auf, schützt, aber die Optik bleibt erhalten und es altert mit dem wagen weiter.
Wunderschön.
Ich habe es erst am Fensterschlüssel für das Rückfenster probiert. Es gefällt mir bisher. Nun lasse ich es etwas trocknen und dann werde ich den Rest auch behandeln - falls das Ergebnis überzeugt.







Montag, 25. Januar 2016

Sonntag

Irgendwie wird Kradfahren gerade zur Sucht. Ich habe mich ziemlich an die Temperaturen gewöhnt. Wie das halt so ist wenn man viel draußen unterwegs ist.
Aber heute war es doch etwas...mühsamer.
Das Wetter war wärmer als in den letzten Tagen, der Schnee schmolz und es herrschte Waschküche.

Prima, ist halt keiner unterwegs.

Also bin ich über Umwege zur Alten Schule gerumpelt und habe mir dort einen Kaffee zu Gemüte geführt und ein paar Benzingespräche gelauscht. Anschließend begab ich mich noch kurz zu meiner Halle um dort noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen.
Auf dem Weg dorthin fing es schon leicht an zu regnen.
Dabei blieb es aber leider nicht.
Es fing an sich einzuregnen als ich die Halle wieder verließ.

Jetzt bin ich diesen Herbst und Winter schon wirklich oft in den Regen gekommen, aber diesmal war es doch etwas anderes. Denn es wurde langsam ziemlich dunkel und es lag dichter Nebel in der Luft.
Wie ich auch gerade bemerkte, war mein Abblendlichtfaden den Vibrationen (wieder mal) zum Opfer gefallen.
Das war blöde, denn ich hatte die Birne gerade erst vor ein paar Tagen getauscht und nun keine Ersatzbirne mehr dabei. Gibt es halt nicht an jeder Ecke. Der 6 Volt Krempel geht mir auf den Sack.
Also fuhr ich mit schönstem Fernlicht - in funzeliger Ausführung zwar, aber blenden genug bei Nebel - in die Nacht hinein.
Die miese Sicht drückte gewaltig auf das Tempo und der Regen begang seeehr ausgiebig herab zu rauschen.
Ich war lange unterwegs und gegen Ende hatte sich das Wasser dann doch an ein paar Stellen seinen Weg durch die Klamotten gebahnt.
Oh Mann, daß hat genervt.
Das war dann nicht so prall. Aber ansonsten war es schön.










Dienstag, 19. Januar 2016

Kalte Finger Polka

Die ganzen "Klimawandel! Klimawandel! Es wird nie wieder Winter" - Mongos sind ja derzeit zum glück leise und man kann ganz in Ruhe den doch "hach wie überraschend" Winter im Winter genießen.
Manche gehen spazieren, andere rodeln, ich war schrauben.
Blöderweise ist es in der Halle ziemlich genau so kalt wie ausserhalb, weswegen es jetzt nicht der größte Quell der Freude ist dort zu schrauben. Macht ja nix, da ich eh kalte Pfoten habe, denn der Weg von Daheim zur Halle beträgt so rund 45 Minuten Fahrzeit. Da sind die Griffel mit der Umgebungstemperatur eins.
Gut, als es jetzt am Wochenende prallstes Schneetreiben mit laufend wechselnden Antauungsperioden und anschließender Blitzeisorgie für leicht beckackte Straßenverhältnisse sorgten, habe ich mir doch glatt Muttis Auto aufnötigen lassen.
In dem Fall war es aber eine weise Entscheidung, denn das wäre auf dem Motorrad garantiert mit Bruch geendet.
Nun ja, heute war es aber doch eine völlig andere Situation und ich bin mit Krad ins Bergische zur Halle gefahren.
Die Straßen waren auch relativ Schneefrei. In Kurven galt es natürlich ein bissel ruhiger durchzueilen. Aber so in der Näher der Halle waren die Straßen nicht frei geräumt. Nun, daß wäre doch mal der erste Test für die Winterreifen. Bei Nässe und kalten Straßen sind die schon schwer in Ordnung.

Aber wie schlagen die sich denn so bei Schnee?

Also auf unbefahrenen Schnee greifen die gut. Ich hatte ein sehr gutes Gefühl dabei. Bremsen und Anfahren ohne Probleme. Selbst auf festgefahrener Schneedecke lief es noch sehr vertrauenserweckend, sogar Bergab.
Auf den glattgefahrenen Stellen kam schon etwas Unruhe rein. Aber mit diversen (leichten) Brems- und Beschleunigungstests konnte ich mich gut an die Rutsch - und Gleitgrenze rantasten.
Klar, auf Eis geht nix. Da braucht man nicht zu diskutiern. Dort hilft nur absteigen.
Richtig Spaß hat es gemacht über den völlig zugeschneiten landwirtschaftlichen Wege zur Halle zu fahren.
Das hob die Laune.

Also: Reifen auch im Schnee geil. Danke Heidenau.





Tja, in der Halle war es allerdings schwer schattig


und mit dem hereinbrechen der Nacht, kam auch der beißende Frost